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2014
Gingerland-Band: SIR PRISE Album-Rezension SKUG Juni 2014
Gingerland-Band: SIR PRISE Album-Rezension Wiener Zeitung Mai 2014
Gingerland-Band: SIR PRISE Album-Rezension UNIMAG Mai 2014
Gingerland-Band: SIR PRISE Album-Rezension / Artikel Wienerin Mai 2014
Gingerland-Band: Konzert-kritik Jazzwerkstatt Graz Kronenzeitung April 2014
Gingerland-Band: SIR PRISE Album Rezension, mica, April 2014

2013
LUNA*LAB Planet Music Magazine Album Rezension September 2013
LUNA*LAB Artikel / Albumrezension Salzburger Nachrichten Oktober 2013
LUNA*LAB MICA Album Rezension September 2013
LUNA*LAB Concerto Album Rezension September 2013
Porträt über Ángela Tröndle auf der MICA-Seite

2012
Gingerland-Band: Artikel im online-magazin zoolamar Juni 2012
Gingerland-Band: WOMAN-Artikel April 2012
Gingerland-Band: Concerto-Artikel April 2012
Gingerland-Band: Wiener Zeitung April 2012
Gingerland-Band: Falter Album Rezension April 2012
Gingerland-Band: Falter Woche April 2012
Gingerland-Band: derStandard, Pasticcio-Preis März 2012
Gingerland-Band: Kurier März 2012
Gingerland-Band: Salzburger Nachrichten März 2012
Gingerland-Band: FALTER - Menschen hinter Inseraten Feb 2012


2011
Interview Gingerland-Band Öh-Zeitung Juni 2011
Konzertkritik Gingerland-Band Kleine Zeitung April 2011
Artikel derStandard Februar 11
Der kleine Bund, Bern Februar 11

2010
Artikel Dresdner Neueste Nachrichten Juli 10
MOSAIK Album Rezension Drehpunktkultur.at März 10
MOSAIK Album Rezension Kulturzeitung März 10
Artikel in der WOMAN März 10
MOSAIK Album Rezension Kronenzeitung März 10
Artikel Salzburger Nachrichten Feb 10
MOSAIK Album Rezension Wiener Zeitung Feb 10
MOSAIK Album Rezension Falter Feb 10
Concerto-Artikel Feb 10
MOSAIK Album Rezension MICA Jan 10

2009
Kommentar Sandra Rose
Kommentar Klaus Dickbauer
Artikel in der WOMAN März 09

2008
Performancekritik O LEBEN, LEBEN! in der Kronenzeitung Dez 08
Ankündigung O LEBEN, LEBEN! in der 7 Tage Beilage der Kleinen Zeitung Dez 08
Jazzthing CD-Kritik Okt 08
Konzertkritik Tennengauer Nachrichten Juli 08
Interview auf www.jazzdimensions.de Feb 08
Porträt ARTfaces Kulturservice Steiermark Feb 08
Konzertkritik Wr.Neustädter Bezirksblatt Feb 08

2007
Porträt in der Ö1 Talentebörse Dez 07
Jurybegründung Jahresstipendium für Musik 2007 Nov 07
MOSAIK CD-Kritik Kronenzeitung Aug 07
Concerto Artikel Aug 07
MOSAIK CD-Kritik Jazzzeit No 67 Aug 07
Porträt / MOSAIK CD-Kritik Falter Steiermark Juli 07
Ankündigung Jazznacht, Ö1 Highlights Juli 07
MOSAIK CD-Kritik Wohin in Wien Juli 07
MOSAIK CD-Kritik APA (Austrian Press Agency) - Musik/Jazz/Neuerscheinung Juni 07
MOSAIK CD-Kritik MICA­ musiknachrichten Juni 07
Konzertkritik Tennengauer Nachrichten Juni 07
Jazzzeit No 65 (Porträt) Februar 07

Gingerland - SIR PRISE Album-Rezension SKUG 01.06.2014

Der Produzent grübelt. War das nun ein Verriss oder eine Hymne? Womöglich beides? Also macht er die Probe aufs Exempel. Er greift zu österreichischer Popmusik, die, wir wissen es seit Elke Lichtengger, nichts wert ist. Also schmeiße ich ihm einfach 'Sir Prise' von The little Band from Gingerland hin, denkt der Produzent. Dann wird es sich weisen. Wenn er diesen Ausnahmepop von Ángela Tröndle und Sophie Abraham, der ja nun wirklich durch alle Feuilletons des Landes hoch- und höher gelobt wrude, verabscheut, dann . . . Aber nein, das kann er nicht, oder? Nicht dieses 'grandiose, erfrischend originelle Süppchen aus Welt-Folk, Avantgarde-Pop und Poesie', dieses entzückende Balancieren zwischen Folk und Jazz und Kammerkonzert, hingezaubert mit einem leichtfüßigen, impressionistischen Pinsel, so als wäre das Biedermeier eine einzige Raveparty, das Rokoko ein Wellnessseminar für modebewusste Herzen und die Roaring Twenties nichts weiter als ein Kinderfasching gewesen! Uups! Der Produzent hat sich hinreißen lassen. Er hat die Rezension in Gedanken selbst geschrieben in der ihm gemäßen Sprache der Affirmation. Er überlegt kurz, blickt die Rezensentenstatue hoch und denkt: Nein, die kriegst du nicht, zernörgelst sie ja doch nur! Ich lass mir meinen zuckersüß produzierten Avantpop nicht madig machen!

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Gingerland - SIR PRISE Album-Rezension Wiener Zeitung 17.5.2014

Zwei Jahre nach ihrem Debütalbum meldet sich The Little Band From Gingerland zurück, und ihr Klangbild weckt oft wieder diesen seltsamen Eindruck - als würde da ein Elfentrupp kleine Funkelsteinchen zu bizarren Preziosen formen. Tatsächlich steckt dahinter ein heimisches Quartett rund um die Songwriterinnen Ángela Tröndle und Sophie Abraham. Deren Musik hebt gern poppig an, gleitet in jazzige Episoden ab, beißt sich in griffigen Grooves fest oder lustwandelt in kammermusikalischen Gefilden. Zu reichlich skurrilen Texten schlägt bald die Klarinette solistische Purzelbäume, bald räkelt sich eine trübsinnige Cellokantilene, bratzelt eine Prise Elektronik, oder die Elemente vereinen sich zum ungebärdigen Reigen. Kurz: Diese Lieder sind lichte Menagerien des Unwägbaren. Und damit ganz exquisites Gegengift zum Formatradio.
(Christoph Irrgeher)

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Gingerland - SIR PRISE Album-Rezension UNIMAG 13.5.2014

(. . . ) "Sir Prise" ist das abwechslungsreiche und wunderbar lebendige Zweitlingswerk von The little Band from Gingerland, die bei diesem Album wieder durch die Musiker Siegmar Brecher (Bassklarinette) und Philipp Kopmajer (Schlagzeug) unterstützt wurden. Es bewegt sich nicht nur zwischen den verschiedenen Musikstilen Jazz, Pop, Folk und Elektronik, sondern bietet auch eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der es mal unbekümmert und mal verträumt, dann wieder leicht und humorvoll und zwischendurch auch mal melancholisch wird. Das alles mit einem expliziten "Anfang" und "Ende". ( . . . ) Das unschlagbare Duo The little Band from Gingerland schafft es mit "Sir Prise" ein großartiges Werk, das vor allem durch sein geniales Songwriting überzeugen kann.

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Gingerland - SIR PRISE Album-Rezension / Artikel in der Wienerin Mai 2014

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Konzert-Kritik Gingerland-Band Jazzwerkstatt Graz, Kronenzeitung 14.4.2014

"Zu überschäumender Originalität hat The little band from Gingerland ihren Blumenstrauß der Avantgarden im Zuge ihres neuen Albums "Sir Prise" weiter verdichtet. Sängerin Ángela Tröndle und Cellistin Sophie Abraham wandelten, kongenial begleitet von Siegmar Brechers Bassklarinette und Philipp Kopmajers Schlagzeug, in ihren Popsongs durch Kammermusik und Kabarett, schrille Experimente und beseelte Balladen. Die Musikalität des Quartetts adelte auch manchen halbgaren Text."
(Matthias Wagner)

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SIR PRISE Album-Rezension mica, April 2014

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LUNA*LAB Album-Rezension im Planet Music Magazine, Okt 2013

Zwei wahre Musikbluter aus Salzburg - die Jazzsängerin Ángela Tröndle und Wolfgang Zamastil, der bereits als Produzent, Cellist und Komponist für Film-, Kammer- oder Kindermusik gewirkt hat - gründeten gemeinsam mit Tobias Bilz Luna*Lab. Das Mondlabor präsentiert subtile, zurückhaltende, hier und da spacige und orchestrale Popmusik. "Calling" heißt das Debüt-Album des Trios, an dem in den letzten fünf Jahren sporadisch gewerkt wurde. Die in der Luft schwebenden Lieder harmonieren großartig mit Tröndles Stimme und rufen des Öfteren Space-Hymnen wie David Bowies "Space Oddity" oder Elton Johns "Rocket Man" in Erinnerung. Anspieltip: Das fantastisch intime "Still Beyond" mit berauschenden String-Arrangements.

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Artikel und Album-Rezension Salzburger Nachrichten, Okt 2013
Die Überraschung aus dem Wohnzimmer
Heimspiel: Die Salzburgerin Ángela Tröndle zählt zu den spannendsten Stimmen der heimischen Jazzszene

Daheim in Salzburg hätten sie es vermutlich einfacher haben können. Immerhin gingen Ángela Tröndle und Wolfgang Zamastil damals in die gleiche Schule. "Wir waren nur zwei Klassen auseinander" erzählt Tröndle. Weil kreative Funken aber meist nicht fliegen, wenn es gerade am einfachsten wäre, sollte es noch ein paar Jahre dauern, bis sich die beiden Musiker zu einem Projekt zusammenfanden. Jetzt müssten eben die Soundschnipsel zwischen Wien und Köln hin und herfliegen, wenn Tröndle und Zamastil gemeinsam im Luna*Lab laborieren wollen. "Viel entsteht im Wohnzimmer. Wir probieren Ideen aus und schicken sie uns dann gegenseitig", sagt Tröndle. Die Salzburger Sängerin, Komponistin und Pianistin lebt in Wien und gilt als eine der spannendsten Stimmen der heimischen Szene. Und Zamastil verfolgt in Köln neben seiner Laufbahn als Cellist kontinuierlich seine Ideen als Songschreiber. Die Konstellation hat es in sich: "Calling", das erste Album von Luna*Lab, ist voll mit Popsongs, auf denen der Balanceakt zwischen Eingängigkeit und Tiefgang glückt. Sorgfältig ausgetüftelte Sound-Details verraten den breiten Horizont, der von Klassik bis Jazz reicht. Die meisten Songs stammen aus Zamastils Feder, zwei hat Tröndle komponiert. "Als Einfluss war Pop in meiner Musik immer da", sagt die Jazzmusikerin. Diesmal habe sie trotzdem manche überraschende Facetten an sich entdeckt: "Beim gemeinsamen Arbeiten wollte Wolfgang eine andere Seite von mir hervorlocken". Live setzt Tröndle das Projekt meist mit einer eigenen Band um - die Distanz macht Auftritte im Duo schwieriger. Bei "Jazz & the City" lässt sich das Projekt unterdessen auch als Beispiel für die Selbstverständlichkeit hören, mit der sich Musiker der heimischen Szene längst zwischen Improvisation, Jazz und Pop bewegen. "Das hat auch damit zu tun, dass in einer vernetzten Welt sehr viel Musik verfügbar ist", sagt Tröndle. "Und persönlich finde ich es einfach spannend, als Musikerin eine weltoffene Einstellung zu haben".
Live: 11.10. Gablerbräu

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Album Rezension MICA, Sept 2013

(. . .) Es ist ein zeitlos eleganter, manchmal auch charmant verträumter Artpopentwurf, mit dem LUNA*LAB aufwarten, einer, der auch nach mehrmaligen Durchläufen zu gefallen weiß, weil jeder Song einen Charater besitzt und es dadurch keinerlei Wiederholungen gibt. Wolfgang Zamastil und Ángela Tröndle zeigen sich als wunderbar eingespieltes Songwritergespann, von dem man, führt man sich die Qualität ihres Debüts vor Augen, mit Sicherheit auch noch in Zukunft so einiges zu hören bekommen wird. Wünschenswert wäre das auf jeden fall. (Michael Ternai)

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LUNA*LAB Album-Rezension im Concerto, Sept 2013
Calling
Viereinhalb Punkte

'And you - here? I'm calling you over' Der Titeltrack dieses Albums ist der schönste Song, den die Beatles nie geschrieben haben. Luna*Lab - das sind Sängerin Ángela Tröndle, Multiinstrumentalist Wolfgang Zamastil plus einige Studiogäste - präsentierten auf "Calling" ihre Version des Adult Pop (falls es so etwas jemals gegeben hat bzw. noch gibt): sehr entspannt, atmosphärisch dicht, mit abwechslungsreichen Arrangements und wirklich originellen Akkordprogressionen. Ángela Tröndle ist bisher eher im Jazzkontext aufgefallen; sie singt wie immer in makellosem Englisch und entzündet dürch Dopplung ihrer Stimme oder plötzliches Aufblühen von Dreistimmigkeit kleine Glanzlichter. Durch die ganze CD mit ihren 10 Songs (8 von Zamastil, 2 von Tröndle) zieht sich eine latente Ironie, einzelne musikalische Bausteine schrammen knapp am Zitat vorbei. Dieses bewusste Spiel mit Pop-Klischees ist äußerst clever und schreit nach Fortsetzung. (Martin Schuster)

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MICA-Porträt über Ángela Tröndle, März 2013

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The little band from Gingerland - Artikel zoolamar, Juni 2012

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The little band from Gingerland - Artikel in der WOMAN, Juni 2012

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The little band from Gingerland - Artikel Concerto, April 2012

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The little band from Gingerland - Wiener Zeitung, April 2012

Musikalisches Raumwunder aus dem Ingwerland

Warum kann mein Schwein fliegen?, fragte der Mann in der Wildnis. Weil es in einem Kuckucksnest geboren wurde, antwortet die Ich-Erzählerin. - Seltsam, aber so steht es geschrieben im Text eines anonymen Autors. Als absurden Scherz fasst man die Worte aber nicht auf, wenn sie Ángela Tröndle erst einmal in Musik gekleidet hat: Die 29-Jährige aus Salzburg ist nicht nur Eignerin einer charismatischen Stimme, sie verfügt auch über ein nachgerade musikdramatisches Talent. Mit fein rhythmisierten Chorstimmen beschwört sie Waldmystik; darunter grundelt geheimnisvoll ein Cello, darüber schraubt sich der Gesang: bald sanft kosend, bald mit kecker Emphase. Das Kleinod von "The man in the Wilderness" auf Tröndles neuer CD "Time Out Time" - es beweist das gleiche wie gute Kammermusik: Man braucht weder Bombastik noch abendfüllende Länge, um eine gefühlsechte Welt aus Klang zu formen. Eine gewisse Klassiknähe vermittelt zwar auch die Besetzung rund um die klavierspielende Sängerin, nämlich mit Cello, Bassklarinette und Perkussion. Tröndles "Little Band from Gingerland" erweist sich aber nicht nur durch ihre große Wirkmacht in der Nuance, sondern auch stilistisch als Raumwunder. Bereits die Eröffnungsnummern oszillieren fließend zwischen Folklore, Pop, Jazz und feinnervigem Kunstlied. Und dass der Frontfrau, die ihr Vorgängeralbum mit einem Streichquartett aufgenommen hat, vor lauter Feinsinnigkeit nicht der Humor abhandenkam, zeigt ihre skurrile Klavierimprovisation über einen Spammail-Text: "Ich sind eine Dame, die Ihre Freundschaft und möglicherweise mehr sucht . . ." Wer nach einem Konzerttermin sucht: Live am nächsten Montag im Wiener Porgy & Bess.
(Christoph Irrgeher - 05.04.2012)

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The little band from Gingerland - Falter CD-Rezension, April 2012

So lieblich wie der Name tut, unter dem sich die Sängerinnen Ángela Tröndle und Sophie Abraham da zusammengefunden haben, ist das Album gar nicht.

So lieblich, wie der Name tut, unter dem sich die Sängerinnen Angela Tröndle und Sophie Abraham da zusammengefunden haben, ist das Album gar nicht. Neben sehr kulinarischem und beschwingtem Chamber-Folk-Jazz, der mit Cello, Bassklarinette und Schlagzeug äußerst apart besetzt ist, gibt es u.a. noch irrlichternden Scat, exaltierte Sound-Poeme und tribalistische Gesänge. Insgesamt ist das mitunter aber etwas gar exaltiert geraten, und die eingestreuten Gedichtrezitationen sind dem Flow des Albums definitiv abträglich.
(Klaus Nüchtern - 04.04.2012)

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The little band from Gingerland - Musik-Tipp Falter Woche, April 2012

Eine nette kleine Band aus einem lustigen Land

Ángela Tröndle spielt Klavier, Sophie Abraham Cello, singen tun beide, mal Deutsch, mal Englisch, mal in einem lustigen Kauderwelsch. Ihr gemeinsames Duo nennen die zwei österreichischen Musikerinnen "The little band from Gingerland", und so unkonventionell wie die Besetzung und der Name ist auch die Musik, die selbstverständlich zwischen Kunst- und Kabarettlied, Chanson und Art-Pop, Jazz, Klassik und Eletronik pendelt. "Time out Time" heißt das soeben bei Cracked anegg erschienene Debütalbum des Duos, das gelegentlich noch von Siegmar Brecher (bcl, voc) und Philipp Kopmajer (perc., voc) unterstützt wird. Und genau das ist es auch: eine anregende Auszeit vom Durchschnittlichen, dem simpel Gestrickten und allzu Bekömmlichen.
(GS - April 2012)

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The little band from Gingerland - derStandard/RONDO, März 2012

Pasticcio-Preis - Stilvielfalt "Little Band from Gingerland" mit munterer Kammermusik

Über die inspirierende Kunstkraft von recht jungen Kommunikationsformen ist noch kein abschließendes Urteil möglich. Vorläufig ist immerhin von einem lustigen, produktiven Fall zu berichten, bei dem eine als Beziehungsanbahnung gedachte Spammail vertont wurde. Von der Little Band from Gingerland, von Angela Tröndle und Sophie Abraham also. Die Nummer, "Hallo zu Ihnen", ist so musikalisch prägnant wie witzig angelegt, aber natürlich nur ein Stück aus dem Album "Time out Time", an dem auch Siegmar Brecher (Bassklarinette) und Philipp Kopmajer (Percussion) im Sinne auch der jazzigen Kammermusik mitwirken. Hier wird zudem mit Folklorismen, harmonischer Schrägheit, Popassoziationen und delikatem Scat gearbeitet. Eine runde Sache. Der Ö1-Pasticcio-Preis - vergeben in Kooperation mit dem Standard und Musikredakteur Ljubisa Tosic als Jurymitglied - geht somit an The Little Band von Gingerland für die Einspielung "Time out Time" (Cracked an egg records).
(redatktion - 30.03.2012)

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The little band from Gingerland - Kurier, März 2012

Ángela Tröndle und Sophie Abraham gelingt ein im besten Sinn verspieltes Album - mit feinen Songs, tollen Stimmen und dem warmen Ton von Cello & Klarinetten.
(Michael Huber - 11.03.2012)

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The little band from Gingerland - Salzburger Nachrichten, März 2012

Unterwegs nach Gingerland - CD-Präsentation. Mit ihrer "Little band from Gingerland" gehen Ángela Tröndle und Sophie Abraham auf musikalische Entdeckungsreise.

"Hallo zu Ihnen", flötet die Stimme. "Sie don't kennen mich." Ein Klavier füllt die kurze Sprechpause. "Ich sind eine Dame, die Ihre Freundschaft und möglicherweise mehr sucht." Andere Leute würden, wenn sie eine Spam-Nachricht im Posteingang finden, schnell auf die Löschtaste drücken. Ángela Tröndle und Sophie Abraham haben sie lieber ausgedruckt und zu einem Song verarbeitet. Zu hören ist er auf "Time out Time", dem ersten gemeinsamen Album der Salzburger Jazzsängerin und Pianistin Tröndle und der klassisch ausgebildeten Cellistin. Gemeinsam musizieren sie schon länger: Bei Tröndles Solokonzerten ist Sophie Abraham Mitglied der Liveband. So entstand auch die Idee für ein gemeinsames Projekt. "Wir wussten, dass wir etwas miteinander machen wollten", erzählten die beiden Musikerinnen am Freitag im Salzburger Jazzclub So.What, wo sie ihre CD präsentieren. "Welche Zutaten einfließen würden, war aber völlig offen." So, wie bei der Gemüsesuppe, die bei den ersten musikalischen Treffen stets gekocht wurde. Nur eines war Pflicht: Ingwer (englisch: ginger). Deshalb musste auch der Bandname nicht lange gesucht werden: The Little Band from Gingerland heißt das Duo, das auf CD auch live und gern zum Quartett mit Siegmar Brecher (Bassklarinette) und Philipp Kopmajer (Percussion) wird. Das Resultat des Köchelns ohne starres Rezept ist eine immer wieder andere, aber stets gehaltvolle Mischnung aus minimalistischen Liebesliedern, intimen Popminiaturen, und schrägen Sprachspielen. Die Präsentation im So.What war der Startschuss für eine Reihe von Konzerten zwischen Österreich und London. Nebenbei wird an neuen Ideen getüftelt. Denn "Time Out Time" sei das erste, aber "sicher nicht unser letztes gemeinsames Album", sagt Sophie Abraham. Da haben sich wohl zwei gefunden. Die CD "Time out Time" ist bei Cracked Anegg erschienen.
(Clemens Panagl- 05.03.2012)

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The little band from Gingerland - FALTER - Menschen hinter Inseraten - Februar 2012

Ingwer, heiß serviert - Eine junge Band will ihre Zuhörer in unbekannte Klangwelten katapultieren

Ihre erste CD erscheint in wenigen Wochen. Dabei existiert "The Little Band from Gingerland" erst seit einem Jahr. Angela Tröndle und Sophie Abraham lernten einander in Graz beim Studieren kennen. Und obleich sie keine gebürtigen Steirerinnen sind - Angela Tröndle, 29, kommt aus Salzburg, Sophie Abraham, 25, aus Holland - haben sie ein bisschen Kernöl im Blut, der langen Zeit wegen, die sie dort verbrachten. Tröndle gefällt an Gingerland besonders, Spielraum für Experimente zu haben. Klavier und diverse Weltmusikinstrumente wie exotische Trommeln kommen zum Einsatz; viele Momente in ihrer Musik haben einen meditativen und monotonen Charakter. "Sie lassen es zu, sich wegzuträumen", erzählt Sophie Abraham. Das nächste Projekt sind Musikvideos, nicht nur für Youtube und Co, sondern auch für Konzerte. Was kreative Köpfe in ihrer Musik erkennen und produktiv umsetzen können, fragen sich die beiden Frauen schon länger. "Vielleicht kann jemand mit ganz einfachen Mitteln Großes bewirken." Sich auf das Abenteuer Gingerland einlassen, mit ihnen als Reisebegleiterinnen, so solle man sich das ein bisschen vorstellen. Gegenseitige Sympathie und ein ähnlicher Idealismus vorausgesetzt, wäre eine längerfristige Kooperation ideal. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt: "So wie bei unserer Fotografin Julia Wesely, die nach dem eigentlichen Shooting noch eine sensationelle Idee hatte." Ihr altes Chello wurde rasch zum Segelboot umgebaut, weitere Fotos in der Lobau geschossen. Wie sie zu dem Bandnamen kamen? Eine Reihe von Assoziationen und letztlich ein schneller Entschluss, das genau dieser Name der richtige sei. Abraham: "Wir lieben beide Ingwer heiß". Und ihre Musik sei wie ein fernes Land, gefüllt mit bestimmten Gerüchen, Geschmäckern und Sounds, meint Angela Tröndle.
(Stefan Kugler - 17.-23.02.12)

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Interview The little band from Gingerland - ÖH - Zeitung Juni 2011

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Konzertkritik The little band from Gingerland - Kleine Zeitung April 2011

Frische Songs und Sounds aus dem fernen Gingerland

Beim Auftakt überzeugten Angela Tröndle & Co: The Little Band From Gingerland zeigte, dass man Jazz nicht mehr so eng sehen darf. Andere Künstler bauten hingegen eher auf vertrautere Songstrukturen.

Hübsch unberechenbar ist das dem Songwriting zugeneigte Duo Angela Tröndle und Sophie Abraham. Kaum glaubt man, sie stilistisch irgendwie fassen zu können, sind die beiden eher leisen Damen in einer bizarren Songwelt, die mit luftigen Arrangements, Loops und skurrilen Texten zwischen Beschaulichkeit und musikalischem Irrwitz changiert. Im Quintett "The Little Band From Gingerland" haben die Salzburger Pianistin und die niederländische Cellistin, beide auch als Sängerinnen zugange, zum Auftakt der Jazzwerkstatt Graz ordentlich davor gewarnt, dass man bei der 5. Ausgabe des rührigen Festivals im Orpheum Extra den Begriff Jazz nicht mehr so eng sehen darf. Im fernen Gingerland scheint es jedenfalls eher zwischen auratischen Songs und experimenteller Kammermusik herzugehen.
(Otmar Klammer, April 2011)

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Artikel der Standard - Februar 2011

Synergetische Jazzenergien

Ángela Tröndle zählt zu den großen Hoffnungen der heimischen Jazzszene - Diese Woche präsentiert sie ihr zweites Album live

Wien - Die musische Ader scheint in der Familie zu liegen. Bruder Johannes Tröndle ist dabei, sich als Literat sowie als Cellist und Soundelektroniker (im Duo Nörz) einen Namen zu machen. Und Ángela Tröndle kann ohne Umschweife als eines der wichtigsten Talente der österreichischen Jazzszene bezeichnet werden. Nicht zuletzt, weil gebürtige Salzburgerin, seit kurzem in Wien wohnhaft, in ihren Projekten unterschiedliche kreative Adern synergetisch zu nützen versteht: Tröndle, die gemeinsam mit Saxofonist Siegmar Brecher auch zu den treibenden Kräften hinter der JazzWerkstatt Graz zählt, wurde als Pianistin u. a. von Altmeister Fritz Pauer, als Vokalistin von Laurie Antonioli, als Jazzkomponistin von Ed Partyka an der Grazer Kunstuniversität auf den Weg gebracht. Im Zuge ihres 2010 veröffentlichten CD-Zweitlings Eleven Electric Elephants (Lotus), aufgenommen mit ihrem Quintett Mosaik und Streichquartett, bringt die 28-Jährige ihre Neigungen bis dato am überzeugendsten auf den Punkt: Tröndle, die hier auch als beachtenswerte Songwriterin hervortritt, versteht es, in Spannungsbögen zu denken und zugleich mit dramaturgischen Ideen zu überraschen. Fließende, groovende Bewegung zeichnet die süffige und doch elaborierte Musik aus, lässt die elf Stücke, die auf Rilke-Gedichten ebenso wie auf schwedischen Volksliedern und eigenen Sprachspielen und Texten basieren, als in einem Guss choreografierte Suite ihren Weg in die Gehörgänge finden. Ihr selbstbewusstes Credo formuliert Ángela Tröndle im Song In-Fluence so: |Fighting further to achieve this boundless hill / my strength is strong and tough my will / I will increase / with confidence and ease.| Schade, dass für das Jahr 2010 keine Hans-Koller-Preise vergeben werden!
(Andreas Felber, DER STANDARD - Printausgabe, 23. Februar 2011).

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Der kleine Bund, Jazzwerkstatt Bern - 22.Februar 2011

Sackpfeifen und Wilde

Fünf Abende wurde in der Progr-Turnhalle gehobelt und gebosselt - bis er zur Unkenntlichkeit renoviert war. Die vierte Jazzwerkstatt war nicht nur ein Publikumserfolg: Kaum ein anderes Festival ist mit derart vielen Überaschungen gespickt.

(..) Allen voran das Stück der österreichischen Vokalistin Angela Tröndle vermag nachhaltig zu betören: Wie sie die Soli mit listigen Grooves untermalt, wie sie Subtiles mit Rauem konterkariert und mit einer Komposition sämtliche Dynamikregister ihres Orchester zu ziehen vermag, ist dermassen brillant, dass man sich mehr von diesem Traum-Team wünschen würde. (..)
(Ane Hebeisen)

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Album-Rezension drehpunktkultur.at 2010

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Album-Rezension Kulturzeitung März 2010

Die erst 26-jährige Salzburgerin Ángela Tröndle hat an der Kunstuniversität Graz studiert und ist nicht nur eine durchaus hörenswerte Vokalistin, sondern sie hat auch bei keinem Geringeren als Ed Partyka Komposition studiert. „Eleven Electric Elephants“ ist ein grandioser Mix aus den verschiedensten Stilen irgendwo im Spannungsfeld zwischen moderner Kammermusik und Frank Zappa. Tröndle scheut sich nicht vor gewagten Kanten, Ecken und Brüchen, bringt mitunter auch eine ordentliche Portion an Humor und Spielwitz ein und hat durch die Erweiterung ihres Jazz-Quintetts durch ein Streichquartett natürlich ein bedeutend größeres Spektrum an Klangmöglichkeiten zur Verfügung, was die elf Stücke zu einem kurzweiligen Vergnügen macht. Kompositionen wie „The Tie Of The Tiger“, „Kuriosum in 3“ oder das Titelstück „Eleven Electric Elephants“ sind faszinierende Talentproben. Besonders stark ist Tröndle aber auch in lyrischen Stücken wie „Lonely Night“ oder ihrer Rilke-Vertonung „Herbst“. Auch das auf einem schwedischen Traditional basierende „Vela“ ändert in den 6 Minuten 48 Sekunden mehrmals seinen musikalischen Charakter – bei Tröndle wartet halt hinter beinahe jedem Takt eine musikalische Überraschung.
(cracked anegg records)

Konzert-Tipp: Ángela Tröndle & Mosaik, also ihr Jazzquintett, sind am 5. März im Bahnhof Andelsbuch und am 6. März im Kammgarn Hard zu hören – das Streichquartett ist allerdings nicht dabei.

Peter Füßl, 3.3.2010
Online-Artikel

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Artikel in der WOMAN März 2010

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Album-Rezension Kronenzeitung 5. März 2010

Mit ihrem zweiten Album „Eleven Electric Elephants“ untermauert Ángela Tröndle ihre Stellung als eines der großen Stimmtalente im heimischen Jazz. Neben der Stammformation Mosaik wird die in Graz geschulte Sängerin diesmal auch von einem Streichensemble begleitet. Zum Glück rutscht man im Verlauf der elf Songs aber nur selten in die Kitschecke (bei einer Rilke-Vertonung begibt sich Tröndle halt schon auf gefährliches Terrain). Von solchen kleineren Schönheitsfehlern abgesehen, gibt es aber genug zum Loben und Staunen.
Duftig- leichter Scat, die federnde Begleitung und klug eingesetzte Streicherfarben fügen sich zu einem erstklassigen Jazzalbum. Die fragmentierten, manchmal geradezu irrlichteren Stücke sind meist mit einer gewissen Leichtigkeit versehen.
Souverän und ganz und gar nicht glatt. (cracked anegg / Lotus)

Martin Gasser

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Artikel Salzburger Nachrichten Februar 2010

Bandausflug nach Kasachstan
Ihr Studium an der Grazer Jazzuniversität hat Ángela Tröndle vor Kurzem abgeschlossen. Eine Glückwunschmail kam sogleich von der Abteilung für Gleichbehandlungsfragen. "Da habe ich erfahren, dass ich als erste Frau in Graz meinen "Master" in Jazzkomposition gemacht habe", erzählt die 27-jahrige Salzburgerin mit Vergnügen. Viel mehr als mit der Freude über akademische Weihen ist die Sängerin, Komponistin und Pianistin derzeit allerdings mit neuen Plänen beschäftigt. Vor wenigen Tagen ist ihr zweites Album "Eleven Electric Elephants" erschienen (cracked anegg records), und im März fliegt Ángela Tröndle mit ihrer Band Mosaik nach Mexiko, um einige Konzerte zu spielen. Aber auch mit weiteren Gastspielen wird 2010 Neuland erkundet: Ángela Tröndle und Mosaik werden unter anderem bei Jazzfestivals in Kasachstan und Kirgisien auftreten. Das liegt daran, dass die Salzburgerin im Vorjahr in das staatliche Programm "The New Austrian Sound of Music" aufgenommen wurde, das jungen österreichischen Künstlern Auftrittsmöglichkeiten in der ganzen Welt vermittelt. "Im Vorjahr haben wir bereits in Italien, Griechenland und anderen Ländern Europas gespielt", sagt Tröndle. Dass sie das Entdecken von Neuland reizt, ist auch ihrer Musik anzuhören. für ihr neues Album hat sie ihr Ensemble erweitert: In den Kompositionen trifft ihre Jazzband auf ein Streichquartett. "Ich wollte mich wieder einen Schritt weiter wagen", erzählt Ángela Tröndle. Das Streichquartett sei "ein sehr familiärer Klang für mich - meine Eltern sind beide klassische Musiker". Welche Einflüße in Tröndles experimentierlustigen, dabei aber stets kompakt ins Ohr gehenden Stücken Platz finden, sei für die Komponistin manchmal selbst eine Überraschung; "Was herauskommt, kann ich bewusst gar nicht beeinflussen. Ich interessiere mich für viele Musikrichtungen - und das fließt wieder in meine eigene Musik ein. Im Vorjahr habe ich für mich etwa Songwriter wie Jeff Buckley wiederentdeckt". Titel wie "The Tie of the Tiger", "Balkonien" oder "Herbst" nach einem Rilke-Gedicht verraten es schon: Als Komponistin liebt Ángela Tröndle die Stilvielfalt. In einer Jazzwelt, in der längst alles erlaubt ist, wäre das noch nicht ungewöhnlich. Aber der Formation und ihrer Sängerin gelingt es mit Lockerheit, die einzelnen Sound-Puzzlesteine immer wieder zu überraschenden Klangbildern zusammenzufügen - und in "The Tie of the Tiger" auch noch Zitate aus dem beinahe gleichnamigen "Rocky"-Song unterzubringen. Hörenswert!

Clemens Panagl - 18/02/2010
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Album-Rezension Wiener Zeitung

Wen lockt heute noch der Befund hinter dem Ofen hervor, Künstler X pendle ganz tolldreist zwischen den Stilen Y und Z? Nichts wirklich Neues unter der postmodernen Sonne. Im Fall von "Eleven Electric Elephants", dem dritten Album von Ángela Tröndle, ist dieses Irrlichtern aber jedenfalls bemerkenswert. Denn die 26-jährige Sängerin und Komponistin treibt’s auf die Spitze. Die fünfköpfige Band samt Streichquartett macht sich weniger auf den okkupierten Stilfeldern verdient als in den Sprüngen dazwischen. Resultat: Ein Zaubergarten des Unfertigen, in dem die Zäsuren zwischen Singer-Songwriting, Jazz, klassischer Kammermusik, Folklore und Gott-weiß-was-noch mehr zählen als das ins sich Geschlossene. Allein: Wo dieser Ruck der polystilistischen Pirouette ausbleibt, kann manches auch in mediokre Sphären abgleiten. Nicht so auf der ersten Hälfte des Albums, mit seiner schwindelerregenden Summe von Einflussfaktoren: Anfangs schweben Dadadidi-Gesänge über federnden Beats, pulsiert ein harmonieseliges Klavier – als würden Alegre Corrêa und Esbjörn Svensson gleichzeitig nett Hallo sagen. Doch gleich ist Schluss mit lustig! Dann wütet ein strawinskihaftes Zornbinkerl in einem pastoralen Umfeld. Und wenig später verweist Raffiniertes auf einen Rock-Exzentriker: die verkünstelten Breaks, der Kalauer im Titel – ja, Tröndles "The Tie of the Tiger" wäre eines Frank Zappa würdig. Und dieses Album schon allein deshalb eines ersten Reinhörens.

Christoph Irrgeher, 6.2.2010
Online-Artikel

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Album-Rezension Falter

Von punktuell überforciertem Pathos (und einem schwer erträglichen Rilke-Gedicht) abgesehen, ist das zweite Album der Salzburgerin (Jg. 1983) sehr gelungen: Die elf Stücke, auf denen sich zum Quintett ein Streichquartett gesellt, sind weniger Songs als kleine Hördramen mit zahlreichen Brüchen. Mit Verve klinkt sich Tröndles (Scat-)Gesang ins abwechslungsreiche Geflecht der Instrumentalstimmen eines ambitionierten Chamber-Jazz ein, der weder vor süffigem Groove noch vor herber Klangpoesie und ruppiger Interaktion zurückscheut. Respekt!

Wolfgang Kralicek, Februar 2010
Falter-Website

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Concerto - Artikel

Elefanten, Tiger und ein Streichquartett

Die neue CD der Sängerin Ángela Tröndle
„Wer diese Band versäumt, ist selber schuld!“ sagte Klaus Dickbauer anlässlich der Veröffentlichung von Ángela Tröndles Erstlings-CD „Dedication To A City“. In den zwei Jahren, die seither vergangen sind, hat die Sängerin und Komponistin mit ihrer Band Mosaik, aber auch durch außergewöhnliche Projekte im Grenzbereich Musik/Tanz/Lyrik/Performance Aufsehen erregt. Für die neue CD „Eleven Electric Elephants“ wurde Mosaik nun um ein Streichquartett verstärkt. Es ist mit Sicherheit eines der frischesten und innovativsten Projekte des österreichischen Nu Jazz: Scheinbar mühelos erschafft Ángela Tröndle Musik, die zwar ihre lyrische Grundhaltung nie verleugnet, sich aber trotzdem oft zu großer Expressivität aufschwingt. Nicht nur die Noten stammen aus Tröndles Feder, auch die (englischen) Texte – falls sie nicht gerade ein Gedicht ihres Lieblingsautors Rainer Maria Rilke vertont oder sich von einem schwedischen Volkslied inspirieren lässt. Mosaik spielt auch auf der aktuellen CD in der Stammbesetzung mit Siegmar Brecher an den Holzblasinstrumenten, Valentin Czihak am Bass und Philipp Kopmajer am Schlagzeug; nur am Klavier hat es einen Wechsel von Stefan Heckel zu Michael Lagger gegeben. Man hört Mosaik an, dass es sich hier um eine „working band“ handelt: die schon auf der ersten CD typischen Melodieverschlingungen von Stimme und Saxofon sind noch um einiges ausgereifter, kräftige und bisweilen sehr groovige Ensemblepassagen lösen sich oft in Dialoge auf, sodass ein sehr variantenreiches und offenes Klangbild entsteht. Dass Ángela Tröndle es nicht nur ernsthaft, sondern auch ironisch kann, beweist sie mit dem Stück „The Tie Of The Tiger“, wo sie einiges aus ihrer Trickkiste zaubert – etwa rückwärts gesungene Sätze, illustrative Ethno-Einsprengsel und natürlich ein Zitat von „The Eye Of The Tiger“. Den demokratischen Probenprozess erläutert Tröndle so: „Als Ausgangsbasis bringe ich das Notenmaterial und sehr viele Vorstellungen in meinem Kopf mit. Das Zusammentreffen dieser Aspekte mit dem Spiel und den Vorstellungen meiner Mitmusiker bringt dann oft wieder Neues, Unerwartetes mit sich. Viele Dinge entstehen erst im konkreten Zusammenspiel, da sie nicht zur Gänze ausnotiert sind. Der Arbeitsprozess bringt dann oft auch noch kleine Änderungen im Arrangement mit sich, für kreative Ideen meiner Kollegen bin ich immer offen.“

Jazzquintett plus Streichquartett.

Weit mehr als akustischer Aufputz ist das Streichquartett, das auf den meisten Tracks von „Eleven Electric Elephants“ mitwirkt. Es besteht aus Mitgliedern des 11-köpfigen Grazer Streicherensembles String Syndicate, dessen Repertoire von Jazz über Zeitgenössisches bis zum Tango reicht. Tröndle: „Die Vielfalt, die ein Streichinstrument an Klängen hervorbringen kann, fasziniert mich schon lange, und ich hatte mir zum Ziel gesetzt, ein möglichst breites Spektrum an Spielweisen und Sounds in die neuen Songs einzubauen. Mir war von Anfang an wichtig, dass das Streichquartett eine eigenständige Rolle spielt und nicht bloß eine zusätzliche Farbe im Hintergrund darstellt, was wiederum zur Folge hatte, dass ich sehr viel auskomponierte. Doch auch im Bereich Improvisation sind die vier Streicher sehr versiert; deshalb habe ich in den Kompositionen auch Platz für solistische Spots der Streicher eingebaut.“ Spätestens mit dieser CD beweist Ángela Tröndle ihren Status als ernst zu nehmende Komponistin, aber es ist auch wieder ihr erfrischend unaffektierter Gesangsstil, der die neuen Songs prägt. Da schlummert wohl noch einiges an kreativem Potential in der 26-Jährigen – was man am besten bei einem der viel zu seltenen Konzerte von Mosaik (siehe unten) nachvollziehen kann. „Eleven Electric Elephants“ ist eine rundum gelungene Produktion, die noch dazu mit der Kombination Jazzquintett plus Streichquartett originelle Klänge und Strukturen ermöglicht. Oder, in Tröndles eigenen Worten: „Die Flexibilität und die musikalische Intuition, die die vier Streicher mitbrachten, waren eine große Bereicherung, und ich bin sehr glücklich mit der Umsetzung dieses neuen Programms.“

Martin Schuster, Februar 2010
PDF des Artikels

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Albumrezension Eleven Electric Elephants - MICA

Ángela Tröndle & Mosaik: Eleven Electric Elephants

Vor gut zwei Jahren sorgte die junge Sängerin, Komponistin und Pianistin Ángela Tröndle mit ihrem Debütalbum „Dedication to a city“ für eine der großen musikalischen Überraschungen in der heimischen Jazzszene. Seitdem ist viel passiert. Zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte im In- und Ausland, unter anderem in Italien, Griechenland, Serbien, Portugal und Polen sowie etliche Auszeichnungen ließen den Bekanntheitsgrad der gebürtigen Salzburgerin auch außerhalb der heimischen Grenzen stetig steigen. Im März erscheint mit „Eleven Electric Elephants“ nun das von allen Seiten mit Spannung erwartete Zweitlingswerk. Man darf gespannt sein, ob der in Graz lebenden Musikerin erneut ein großer musikalischer Wurf gelingt.
Schon nach dem erstmaligen Durchhören der neuen Tracks, stellt sich das Gefühl ein, dass dieser mehr als gelungen ist. „Eleven Electric Elephants“ stellt jenen nächsten kreativen Schritt dar, den man von der jungen Musikerin erwarten konnte. Abermals zeigen sich die Grazerin und ihre Mitmusiker Siegmar Brecher, Valentin Czihak, Michael Lagger und Philipp Kopmajer von einer enorm spielfreudigen und experimentellen Seite. Wie schon auf dem Erstlingswerk wandelt das Quintett in ihren Stücken auf dem weiten Feld zwischen traditionellen Jazzstandards und der Improvisation, zeichnet sich aber auch durch eine enorme Offenheit gegenüber anderen Genres aus. Nahezu spielend gelingt es, Ángela Tröndle in ihren Kompositionen einmal mehr unterschiedlichste Spielarten unter einen gemeinsamen Hut zu bringen und dabei den Spannungsbogen stets aufrecht zu erhalten. Um ihren von einprägsamen Melodien getragenen ausdrucksstarken Gesang spinnt die junge Musikerin in subtiler Art und Weise eine sich immer in Bewegung befindliche Klangwelt, aus Elementen des Jazz, der Klassik sowie der Film- und Popmusik. Fast spielend gelingt ihr dabei der Spagat zwischen anspruchsvollen Kompositionen auf der einen, und einer unkomplizierten und fast betörend wirkenden Eingängigkeit auf der anderen Seite. Bewundernswert ist, mit welch Leichtigkeit und Eleganz, die an und für sich komplexen Songstrukturen dargeboten werden. Die von Ángela Tröndle schon im Vorfeld angekündigte Erweiterung des Ensembles um ein Streichquartett (Igmar Jenner, Andreas Semlitsch, Simon Schellnegger und Sophie Abraham) sorgt für eine Verbreiterung des bisher ohnehin schon sehr weiten Klangspektrums. Damit kehrt die junge Musikerin im gewissen Sinne auch zu ihren musikalischen Wurzeln zurück, genoss sie doch während ihrer Ausbildung eine klassische Ausbildung.

Michael Ternai , Jänner 2010

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Kommentar Sandra Rose

..das Beste, was es derzeit an wirklich jungem Gesang zu finden gibt! Ángela singt mit leichter, aber sehr sicherer Stimme Eigenes, das Einen nur so staunen lässt. Begleitet sich dann und wann selbst am Klavier, komponiert und strahlt das aus, was man oftmals auch bei reiferen Kollegen vermisst... wärmste Empfehlung, sich das aktuelle Erstlingswerk zuzulegen!


Kommentar Klaus Dickbauer

„Ángela Tröndle & Mosaik“ Debut – Album „Dedication to a city“
„Dieses Ensemble transportiert in einer unglaublichen Eleganz und Klarheit alles das, was ein musikverwöhntes Ohr zu hören wünscht. Ángelas Stimme betört subtil, emotionell mit Geist und unglaublichem Charme in absolut internationalem Format. Ihre Kompositionen und Texte ersticken aufkommende Langeweile im Keim. Siegmars Stimme an den Reeds bereichert die Klangebene mit ehrlicher Empfindsamkeit für das Ganze, durch farbenreiches Solo- und Sidemendasein. Wehe, wenn man ihn frei laufen lässt! Die Rhythmusgruppe lässt die Solisten so fliegen, wie man sich das als Solist eben nur wünschen kann und da weiß ich, wovon ich spreche. Danke ! Österreich hat endlich wieder einmal etwas, worauf es wirklich stolz sein darf ! Wer diese Band versäumt, ist selber schuld!“

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Artikel in der WOMAN März 2009


Kritik der Performance O LEBEN, LEBEN! ---> Bild
Kronenzeitung, 23.12.08

Poetisches Wechselbad
Viel zu oft wird Rainer Maria Rilke rührselig missbraucht. Ángela Tröndle hingegen hat sich in seine Lyrik vertieft und ihr im Grazer TaO! Die interdisziplinäre Performance „Oh Leben, Leben!“ abgerungen.

Schon die instrumentale Inszenierung durch Andreas Fürstner (Gitarre) und Valentin Czihak (Cello und Bass) wusste mit teilimprovisiertem Ambient packende Geschichten zu erzählen. Tröndle rezitierte den toten Dichter mit schlanker Stimme und trug schlichtes, von optimistischer Tonalität geprägtes Liedgut vor. Dies waren Kommentare für den virtuosen, Mädchenträume thematisierenden Tanz von Mirjam Klebel. Sehnsucht war wohl ein gewichtiges Thema, wonach auch immer: Und das großartige Wechselbad von Ausgelassenheit und Melancholie beschwor eine Zeit, da sich aus der Diagnose „manisch depressiv“ noch kein Profit schlagen ließ.

Matthias Wagner

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Ankündigung O LEBEN, LEBEN! in der 7 Tage Beilage der Kleinen Zeitung Dez 08

Die Jazzmusikerin im Rilke-Kosmos

Mag sein, dass man bei „O Leben, Leben!“ von Ángela Tröndle an das „Rilke Project“ des Wiener Produzenten Richard Schönherz denken muss. An so manchen Vers, den Nina Hagen oder Xavier Naidoo dafür intoniert haben. Je nun, der Rhythmus von Rainer Maria Rilkes Dichtkunst und die verschwenderische Bilderfülle seiner einzigartigen Poesie müssen wohl für jeden Komponisten ein aufgelegter Elfmeter sein. Und wer Ángela Tröndle und ihre Musik kennt, weiß auch, dass ihre Liebe zu Rilke nicht allein in der seit Jahren boomenden Wiederentdeckung des großen Lyrikers begründet ist. Denn die Texte, an denen sich die erst 25-jährige Musikerin für ihre im April uraufgeführte Performance mit Tanz und Musik orientiert, hat sie spürbar tief verinnerlicht. Als Sängerin mit glockenheller Stimme, die klar und leicht wie eine Feder ist. Und als Komponistin, die mit Geist und Emotion zu balancieren weiß. Schon ihre CD „Dedication to a city“ die sie mit ihrer Jazzband MOSAIK aufgenommen hat, ließ sie Rilke vorsichtig erklingen. Mit „O Leben, Leben!“ wagt sich Tröndle nun tiefer in den Kosmos von RMR. Und schafft mit weniger Tönen mehr beseelte Bilder.

Otmar Klammer

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CD-Kritik "Dedication to a City"

Jazzthing Okt 2008

[...] Nach Österreich: Mit "Dedication To A City" feiern Ángela Tröndle und Mosaik die "Welthauptstadt des Jazz", New York. Tatsächlich: Mit ihrer betörend knarzigen Altstimme zwischen Nina Simone und Björk (sic!) glückt der jungen Sängerin aus Graz eine stimmungsvolle Hommage an New York, die weder anbiedernd klingt noch banal ist (Fresh Eggs, www. crackedanegg.com). Tröndle gehört auch zu den Initiatoren der Jazzwerkstatt Graz.

Martin Laurentius

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Konzertkritik Tennengauer Nachrichten 10.Juli 2008

Lust auf mehr Hörgenuss

Ángela Tröndle und ihre Band „MOSAIK“ warteten im Halleiner Freysitz mit einem facettenreichen und nicht zuletzt feinen Jazzkonzert auf.

Hallein.(eva). Sie wird als die Newcomerin in der Jazzszene gefeiert – Ángela Tröndle. Mit ihren 25 Jahren gilt sie bereits als Jazztalent von internationalem Format. Ihre besondere Stimme verzaubert die Zuhörer, ihr Charme und ihre Feinfühligkeit wirken anziehend. Im Rahmen der Halleiner Stadtfestwoche trat Tröndle mit ihrer Band „MOSAIK“ auf und entführte die Zuhörerschaft in klangmalerische Welten. Ihre glasklare Stimme und ergreifende Authentizität machen sie zu einer wunderbaren Musikerin. Zusätzlich ist sie auch Komponistin anspruchsvoller, aber gleichzeitig unkompliziert klingender Musik. „Für mich ist Musik wie ein Mosaik: Durch das Zusammenspiel unterschiedlichst gefärbter Klangkörper entsteht ein Ganzes“, sagt Tröndle. Damit erschließt sich auch der Name ihrer Band. Mit Stefan Heckel am Klavier, Valentin Czihak am Bass, Philipp Kopmajer am Schlagzeug und Siegmar Brecher an den Saxophonen hat sie Anfang 2005 ihre Idealbesetzung für die Umsetzung ihrer Musik gefunden. Seither arbeitet sie mit dieser Formation an einem Programm, das zur Gänze aus Eigenkompositionen besteht. Im Freysitz präsentierte sie ihr Album „Dedication to a city“, das einen dreimonatigen New York Aufenthalt verarbeitet. Tröndle überzeugte und machte neugierig auf mehr: mehr Alben und noch mehr Konzerte.


Interview auf www.jazzdimensions.de


ARTfaces Kulturservice Steiermark

Link Steiermark KULTUR

Von ihr wird man noch viel hören.
Die umtriebige Jazzerin Angela Tröndle und ihre Band Mosaik lassen aufhorchen.

Für Angela Tröndle war das vergangene Jahr das schlechteste nicht. Der mit 5.000 Euro versüßte Jahrespreis für Musik des Landes Salzburg, der Vorschlag für die Ö1-Talentebörse durch die Kunstuniversität Graz, der erste Platz ihrer CD „Dedication to a City" im jährlichen Ranking des Steiermark-„Falter" und nicht zuletzt auch unsere wohl überlegte Auswahl der jungen Jazzsängerin für die vorliegende Galerie der Hoffnungen unter den steirischen Künstlerinnen und Künstlern sollte ein Beweis für ihr Talent und ihr kreatives Potenzial sein. Haben wir steirische Künstlerin gesagt? Angela Tröndle ist zwar in Salzburg geboren - am 7. Jänner 1983 wollte es so sein -, aber die neugierige Person mit dem unruhigen Geist war eigentlich schon immer irgendwie Grazerin. Zumal ihre Mutter aus der steirischen Landeshauptstadt stammt und auch sie selbst vor ihrem Studienbeginn schon sehr oft in der Murmetropole verweilte. Und: Sie wollte immer schon nach Graz. Dorthin, wo sie sich in einer lebendigen Studentenstadt so ganz nach ihrem Geschmack heute sehr wohl fühlt. Müßig zu erwähnen, dass ein so offenes und wissbegieriges Wesen wie Angela Tröndle schnell zu einem festen Bestandteil der Grazer Jazzszene wurde, was allein schon ihre steirische Zugehörigkeit legitimiert. Ihre von musikalischer Neugier gelenkte Umtriebigkeit, ihre stimmliche Präsenz und ihr Engagement in der hiesigen Jazzszene hat der recht selbstbewussten Dame in kürzester Zeit einen Namen verschafft, der sich auch schon bis nach Wien herumgesprochen hat. Sie ist also eine steirische Jazzmusikerin. Punkt. Wenn sie uns nur nicht irgendwann einmal nach New York abhanden kommt. Denn auch dort hat sie während ihres zwischenzeitlichen Studienaufenthaltes im Herbst 2006 so viele musikalische Bekanntschaften gemacht und Erkenntnisse gewonnen und sich so zu Hause gefühlt, dass sie ihrer vor kurzem erschienenen ersten CD gleich den eingangs erwähnten Titel überstülpen musste. Na ja, da könnte Graz nicht mithalten, wenngleich Missis Tröndle auch in der Murmetropole - heimliche Jazzhauptstadt Österreichs hin oder her - bislang die Gelegenheit hatte, mondäne Jazzluft zu schnuppern und bei international so hofierten Gesangsgrößen wie Jon Hendricks, Bobby McFerrin, Theo Bleckman, Peter Eldridge oder Lauren Newton diverse Masterclasses oder Workshops zu belegen. Einmal abgesehen davon, dass sie ja auch bei ihrem Studium an der Jazzabteilung der Grazer Kunstuniversität Professoren hat, die international von Rang und Namen sind: Bei der Sängerin Laurie Antonioli hat sie den Bachelor gemacht, und zur Zeit studiert sie Gesang bei Dena DeRose und Komposition bei Ed Partyka. Alles richtige Jazz-Cats also. „Singen war immer schon präsent und die normalste Sache des Lebens", plaudert die gesellige Gesprächspartnerin aus ihrer Salzburger Familiengeschichte, in der Vater und Mutter als versierte Musiker an Bratsche und Cello vorkommen. Erst in den letzten Jahren kam bei Jung-Angela auch das Komponieren dazu. Immer mehr und mehr drängten sich musikalische Ideen auf, die niedergeschrieben werden wollten. Bis es sie manchmal geradezu gefangen nahm. So warten etwa auch noch kiloweise Notizen aus New York auf ihre Verwirklichung. Komponieren ist also zu ihrem zentralen Aktionsfeld geworden, und aus der Jazzsängerin wurde eine ganze Jazzmusikerin. Wie es in der Ganzheitslehre des Jazz geschrieben steht. Selbstredend, dass auch die Songs für ihre fünfköpfige Band Mosaik aus eigener Feder stammen. Nicht ohne Texte aus der eigenen lyrischen Ader natürlich, sofern nicht ihr Lieblingsdichter Rainer Maria Rilke zwischendurch einmal zur Stelle ist. Damit ist Mosaik drauf und dran, die Steiermark nach außen zu vertreten. Vorerst noch in der österreichischen Bundesliga, aber Angela Tröndle ist mit jenem kreativen Tatendrang und nötigen handwerklichen Rüstzeug ausgestattet, um den Sprung darüber hinaus zu schaffen. Wir werden hören.

Otmar Klammer - Jänner 2008

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Wiener Neustädter Bezirksblatt 13.02.08

Anspruchsvollen Jazz vom feinsten lieferten die junge Salzburgerin Ángela Tröndle und ihre Begleitband „Mosaik“. Ángela beeindruckte durch ihre originelle Klangsprache und durch hervorragendes stimmliches Können. Fast alle Nummern sind Eigenkompositionen, wobei sich Komposition und Texte hervorragend ergänzen. Bei den Texten greift Tröndle gern auf Rilke zurück, eine gute, mutige Entscheidung. Die exzellente Begleitband setzt sich aus Musikern der steirischen Jazz-Szene zusammen: Siegmar Brecher (reeds), Valentin Czihak (bass), Philipp Kopmejer (drums) und Stefan Heckel (piano).

Karl Kreska/Bezirksblatt

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29.12.2007 Porträt Ö1 - Talentebörse

Link Ö1 - Homepage

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Jurybegründung Jahresstipendium für Musik 2007

Link "Auszeichnungen 2007 - Broschüre"

"Ángela Tröndles Arbeiten und Konzepte auf dem Gebiet der improvisierten Musik beeindrucken durch originelle Klangsprache, musikalische Bandbreite und fundiertes handwerkliches Können. Text und Musik gehen eine wunderbare Symbiose ein. Ihr bisheriger künstlerischer Werdegang lässt einen kreativen Schaffensprozess erwarten."

Jury: Petra Hinterholzer, Hannes Eichmann und Renald Deppe

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Kronenzeitung, 28. August 2007

CD-Kritik "Dedication to a city"

Das Pähnomen ist sattsam bekannt: Talentiert, junge, fesche Jazzsängerinnne machen auf Pop, um auf dem von Musikerinnen wie Norah Jones und Diana Krall aufbereiteten kommerziellen Feld abzusahnen. Dass es auch anders geht, zeit die Wahlgrazerin Ángela Tröndle mit ihrem Debüt "Dedication to a city" (cracked anegg records/Lotus). Den Versuchungen des Zeitgeistes widerstehend, bringt das Album keine seichten Pop-Arrangements, sondern handverlesenen, stimmungsvollen Jazz. Fast alle Nummern sind Eigenkompositionen, bei den Texten greift Tröndle gern auf Rilke zurück - auch keine schlechte Entscheidung. Die Sängerin setzt ihre klare Stimme originell ein, singt interessante Vokalisen. Die exzellente Begleitband besteht aus der neuen steirischen Jazz-Szene: Siegmar Brecher (reeds), Valentin Czihak (bass) und Philipp Kopmejer (drums) sowie den schon arivierteren Stefan Heckel (piano).

Martin Gasser

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Concerto August 2007

Link Artikel

Dedication to a city – das Debüt der Sängerin Ángela Tröndle

Eine schlanke Stimme, die sich wendig um flinke Saxofonlinien schmiegt, sich im nächsten Moment solistisch aus dem Kollektiv erhebt, Textzeilen mit Bedeutung füllt und Jugentlichkeit mit Kompetenz verbindet: Ángela Tröndle hat mit ihrer Band Mosaik ein viel versprechendes Erstlingsalbum aufgenommen.

Aufgewachsen ist sie in einer musikbegeisterten Familie in Salzburg, wo sie schon im Kindesalter Chorgesang und Instrumentalunterricht genoss. An der Kunstuni Graz begann Ángela Tröndle (den Accent auf dem ersten Buchstaben hat sie sich zugelegt, weil viele ihren Namen falsch betonten) zunächst ein klassisches Schulmusikstudium, bevor sie 2003 in die Jazzabteilung wechselte und 2006 ihr Bakkalareat mit Auszeichung abschloss. „In diese 3 Jahren ist musikalisch sehr viel passiert. Ich fühlte mich ersmals wirklich zu Hause und nach einiger Zeit entwickelte sich bei mir auch außerhalb des Studiums ein sehr effektives Arbeiten, das etwas später auch zu den ersten Kompositionen führte.“ Den eigentlichen Anstoß für ihr CD-Debüt gab ein dreimonatiger Studienaufenthalt in New York: „Ich fühlte mich von den ersten Minuten an (im A-Train sitzend, nach Harlem in mein neues Zuhause fahrend) wohl. Diese Stadt ist trotz ihrer Größe und teilweise auch Armut so freundlich und lebensbejahend, so erfrischend und bunt – die erste Zeile des Titelstückes „Dedication to a city“ entstand in der U-Bahn: 'I open my eyes and behold the diversity of mankind'“. Während dieser kreativen Zeit begegnete die Sängerin einer Vielzahl von interessanten Leuten und komponierte die drei zentralen Stücke der CD. Für die Umsetzung ihrer Kompositionen, die entweder auf eigenen (englischen) Texten oder auf Gedichten von R.M.Rilke (ebenfalls in englischer Übersetzung) basieren, hatte Àngela Tröndle ein Ensemble zur Verfügung, mit dem sie schon seit 2005 arbeitet: Siegmar Brecher (Saxophone), Stefan Heckel (Piano), Valentin Czihak (Bass) und Philipp Kopmaier (Drums). „Meine Musik mit solch tollen Musikern zu teilen ist für mich eine große Erfüllung. Mut zum Risiko und die Kommunikationsfreudigkeit jedes einzelnen bringen Momente mit sich, die das Wesen der Musik ausmachen. Es sind Momente, in denen ich das Gefühl habe abzuheben und in eine andere Sphäre einzutauchen. Musik muss für mich ehrlich sein. In meinen Kompositionen, mit meiner Stimme und im Kreise meiner Mitmusiker kann ich mich vollends ausdrücken. Und damit möchte ich Menschen erreichen.“ Ein besonderer Reiz ergibt sich aus der speziellen Rolle, die die Stimme in diesem musikalischen Mosaik einnimmt: Sie ist nicht „nur“ Transpormittel für den jeweiligen Text, sondern wird auch oft instrumental eingesetzt. So kommt es vor, dass Ángela Tröndle quasi „Teil des Bläsersatzes“ ist und dann plötzlich mit gesungenem Text vor das Kollektiv tritt. Vielleicht liegt das im Einfluss von SängerInnen wie Luciana Souza, Theo Bleckmann und vor allem Norma Winstone begründet, die die Sängerin spontan nennt, als ich sie nach den Vorbildern frage. Nicht ohne hinzuzufügen: „Vorbilder im Sinne von ,ich möchte so singen/schreiben wie XY' habe ich keine. Mir ist es sehr wichtig, beim Musizieren meine eigene Persönlichkeit auszudrücken, mich einzufügen in das Geschehen, aber stets meine Individualität zu bewahren.“ Alles in allem ist Ángela Tröndle mit ihrer Band hier ein erstaunlich reifes und selbstbewusstes Werk gelungen, das sich im Schwebezustand zwischen Expression und Abstraktion wohltuend vom Mainstream abhebt, wobei die Sprache für die Sängerin nur eine Möglichkeit darstellt, um Gefühle oder Stimmungen auszudrücken. „Ich liebe es, mit Sprache lediglich Anstöße zu geben, um den Gedanken dann musikalisch-klangmalerisch fortzusetzen oder auch ganz ohne Text zu agieren. Dieses instrumentale Singen, das auskomponiert, aber auch improvisiert sein kann, vergleiche ich gerne mit abstrakter Kunst: der Fantasie des Betrachters/Zuhörers sind keine Grenzen gesetzt.“

Martin Schuster

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Ö1 Highlights ­ 14. Juli 2007 (Herbert Uhlir)

Link Ö1 Hightlights

Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass immer mehr Frauen den Weg zum Jazz finden. Die österreichische Jazzszene wäre ohne Viola Falb, Gina Schwarz, Sabina Hank und viele andere um vieles ärmer.
Ein Shooting-Star unter den ganz Jungen ist die 1983 in Salzburg geborene Sängerin, Komponistin und Pianistin Ángela Tröndle.

Von der Klassik zum Jazz
Zunächst der übliche Weg der klassischen Ausbildung, danach der Weg zum Jazz. Dieser führte die junge Salzburgerin nach Graz an die Universität für Musik und Darstellende Kunst.
Im Jahr 2006 wurde sie Preisträgerin beim ersten Marianne Mendt Jazzfestival. Im selben Jahr bestand sie die Aufnahmsprüfung an der Manhattan School of Music. 

Big Apple
New York lässt sie nicht mehr los. Ángela Tröndle lässt einen privaten Studienaufenthalt in New York folgen. Danach Workshops mit Musikerinnen und Musikern wie Lauren Newton, Bobby McFerrin, Ines Reiger, Jon Hendricks und vielen anderen.

Tröndle sammelt Erfahrungen und entwickelt sich ständig weiter. Sie gründet ihre eigene Band Mosaik und widmet sich verstärkt auch dem Komponieren. Ihre Begegnung und ihr Mitwirken mit der Jazzwerkstatt war dann gleichsam logisch. 

Spielfreude und Eleganz
Tröndles Musik ist gekennzeichnet von einer ungeheuren Spielfreude, gepaart mit Eleganz und dem Mut zum Experiment. Altgediente Pfade sind ihre Sache nicht. Selbstbewusst und sicher weiß sie, was ihre Sache ist.

"Ich denke, ich habe die richtige Richtung eingeschlagen", sagte sie in einem Falter-Interview.

Davon sind wir überzeugt, überhaupt jetzt, nach dem Erscheinen ihrer Debüt-CD. Sie heißt "Dedication To A City" und ist der Stadt gewidmet, die Tröndle so ans Herz gewachsen ist: New York. 

Herbert Uhlir

Hör-Tipp
Ángela Tröndle zu Gast in der Österreich 1 Jazznacht am Samstag, 14. Juli 2007 ab 22:35 Uhr.

CD-Tipp
Ángela Tröndle, "Dedication To A City", cracked anegg records

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Falter Steiermark, 13.-19.07.07

Die Zeit ist reif - So frisch kann Jazz klingen: Die Sängerin und Komponistin Ángela Tröndle hat mit ihrem neuen Album ein stimmungsvolles Stück New York eingefangen.

Ángela Tröndle weiß jetzt, wo's langgeht. Die quirlige 24-jährige Salzburgerin hat sich gegen eine musikpädagogische und für eine künstlerische Laufbahn entschieden, zu komponieren begonnen, eine Band gegründet und sich - wie um diese biografische Wende zu markieren - einen Akzent auf den ersten Buchstaben ihres Vornamens gesetzt. Dass sie Musik machen wollte, das wusste sie allerdings schon früher. "Ich wurde in eine sehr musikalische Familie hineingeboren und durchlief die klassische Kinderkarriere mit Blockflöte, Geige und Klavier. Aber eigentlich wollte ich immer schon singen." sagt Tröndle. Nachdem sie aber die Aufnahmeprüfung für Jazzgesang an der Grazer Kunstuniversität gleich zweimal verpatzt hatte, ist sie kurz vom vorgezeichnetetn Weg abgekommen: "Da dachte ich mir, lernst halt etwas Richtiges. Aber dann habe ich erst recht das Fach Jazzgesang mit Auszeichung absolviert. Die Zeit war damals wohl nicht reif."

Mosaik heißt ihre Band nun, ganz bewusst nicht Ángela Tröndle Quartett, weil ihr die fixe Bandbesetzung wichtig ist. Am Saxofon ist da etwa Siegmar Brecher tätig, mit dem sich Tröndle gemeinsam dafür eingesetzt hat, dass das Konzept der Wiener JazzWerkstatt seit heuer auch in Graz seine Wirkung entfalten kann, unter anderem mit der Konzertreihe "Fat Tuesday". Ihren künftigen Weg sieht Tröndle klar vor sich: Sie hat Pläne für ein Soloprojekt, möchte mit einem Trio auftreten und plant im Zuge ihres Kompositionsstudiums auch mit Bigbands zu arbeiten. "Man muss sich selbst organisieren, auch einmal ins kalte Wasser springen und sich selbst vermarkten. Darauf warten, dass jemand anderer etwas für dich tut, reicht sicher nicht. Ich möchte etwas weiterbringen!" Das tut sie auch, etwa mit ihrer gerade beim Label "cracked anegg records" erschienenen CD "Dedication to a city". Fast alle Songs darauf stammen aus ihrer Feder. "Meine Lieder entstehen größtenteils durchs Herumklimpern am Klavier", sagt Tröndle. "zuerst ist die Melodie da, dann entstehen Patterns und aus diesen, zusammen mit der Band, die
Arrangements." Ein dreimonatiger New York-Aufenthalt vergangenen Herbst hat sie zusätzlich motiviert: "Die dortige Szene ist wahnsinnig lebendig, jeder jammt mit jedem, in Living room-Sessions kommen jeden Tag unzählige Musiker zusammen, die sich interkulturell austauschen. Dadurch entsteht eine gewaltige Vielschichtigkeit, es gibt auch absolut keinen Neid. Man merkt einfach, welche immense Freude am Spielen vorhanden ist."

Diese Spielfreudigkeit hat Àngela Tröndle aus New York mitgenommen und in ihre Platte gepackt. Die überaus professionelle Band glänzt darauf mit kontemplativen Ansätzen ebenso, wie sie mit purer Spielfreude zu begeistern vermag. Tröndle erlaubt ihrer Stimme elegische Ausflüge in textfreie Scat-Regionen, beeindruckt aber auch mit enormem Timbre bei gekonnt in Musik übersetzten Rilke-Gedichten. Aufgenommen wurde das Album in Rekordzeit: "Eigentlich haben wir geplant, dei CD in drei Tagen einzuspielen. Wir haben viele Songs als First takes eingespielt und wollten auch die restlichen wie ein Live-Konzert klingen lassen. Durch die entspannte Atmosphäre im Studio haben wir aber letztlich nur zwei Tage gebraucht." Diese Good vibrations kann man heraushören, sie sorgen auf der CD für vielstimmige Entspannung. Entspannt geht es Tröndle jedenfalls auch weiterhin an: "Mal sehen, wohin mein Weg geht", sagt sie, "aber ich denke, ich habe die richtige Richtung eingeschlagen".

Christian Salentinig

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Jazzzeit Nr. 67

Die Sängerin, Komponistin und Pianistin aus Salzburg läßt mit einem interessanten
Debüt-Album aufhorchen.

New York, the big apple, hat ihr viel Inspiration für ihren Tonträger-Erstling gegeben. Drei Monate immerhin hat sie dort verbracht und war fasziniert von der Vielfalt, die ihr diese Stadt bieten konnte. Verschiedene interessante Lebensgeschichten hat Ángela Tröndle dort erfahren und in ihrem Album gemeinsam mit Siegmar Brecher (sax), Valentin Czihak (b), Stefan Heckel (p/melodika) und Philipp Kopmajer (dr), verarbeitet. Einige Stücke kommen rein vokal/instrumental daher, die meisten setzen sich jedoch auch textmäßig mit der Großstadt auseinander, wobei Tröndle neben eigenen Texten auch mehrfach Rilke Texte (Einsamkeit, Initiale, Aus einem April) vertont hat, vorgetragen allerdings in englischer Übersetzung. Tröndles Projekt ist nicht nur ambitioniert, sondern auch gut!

bak - Juli-August 07

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Wohin in Wien

Junger, urbaner, sehr luftiger Vocal-Jazz einer Salzburgerin aus Graz.

Die titelgebende Widmung ist allerdings New York zugedacht. Genug der Verwirrung. Es ist ein sanft zärtlich groovendes NY durch das der Hörer geführt wird. Mit ihrer warm-hellen Stimme und gemeinsam mit ihrer erstklassigen Band gelingt der 1983 geborenen Tröndle ein fulminantes Album-Debüt. Zeitlos schöner Jazz für spannende Nächte.

CD/DVD-Tipps - 07/07

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APA (Austrian Press Agency) - Musik/Jazz/Neuerscheinung

Entdeckenswerter Jazz aus Österreich: Angela Tröndle lebt die "Dedication To A City".

Jazz aus Österreich, den zu entdecken sich lohnt, bieten die Salzburgerin Angela Tröndle und die Band Mosaik. Auf "Dedication To A City" (cracked anegg records) findet sich luftiger, aber nicht leerer Jazz mit einprägsamen Sound. Dieser ist insbesondere der Stimme Tröndles zu verdanken, die in der besungenen Stadt auch mal die Wege abseits des Ausgetrampelten sucht und momentweise an Björks Ausflüge in den Jazzgesang erinnert, aber ohne isländische Eigentümlichkeit auskommt. Dazu gibt es fast ausschließlich Eigenkompositionen mit Rilke- und eigenen Texten, die sich um die Stadt, insbesondere New York, drehen. [...] 

ley/dae - KW 27/07

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mica ­ musiknachrichten, 11. Juni 07 

Es tut sich was in der heimischen Jazzszene. Die Zahl der Nachwuchsmusiker/innen, die in den letzten Jahren auf sich aufmerksam machen konnten, ist enorm. Eine, die dieser neuen Generation entspringt, ist Ángela Tröndle.

Mit „Dedication to a City“ hat das Stimmwunder aus Graz nun das Debüt vorgelegt, welches am 13. Juni im Wiener Birdland dem Publikum präsentiert wird. Zu welchen musikalischen Höhen Tröndle zusammen mit ihrem Ensemble Mosaik imstande ist, konnte bereits bei zahlreichen Konzerten bestaunt werden. Spannend war also die Frage, ob es die fünf Musiker/Innen gelingt, das Gefühl, den Charme und die Magie, welche Ángela Tröndles Kompositionen live entfalten, auch auf das Debüt „Dedication to a City“ zu übertragen. Nun, es ist gelungen.

“Dedication to a city” klingt frisch und verspielt. Die Grazerin versteht es, ihre glasklare Stimme in wunderschöne Melodien zu verpacken, die sich schließlich perfekt mit den Kompositionen ergänzen. Mal charmant, mal melancholisch, nie aber den Songcharakter ihrer Stücke aus den Augen zu verlierend, begleitet Ángela Tröndle den Hörer auf einer abwechslungsreichen musikalischen Reise. Besonders unterhaltsam gestalten sich jene Passagen, in denen sie, frei von jedem Text, zu einer wahren Vokalakrobatin mutiert. Hervorzuheben ist auch Mosaik. Der Band gelingt es spielend, die an sich komplexen Songstrukturen mit einer solchen Leichtigkeit darzubieten, dass die Musik zu keiner Zeit sperrig oder langatmig klingt. Ob nun Siegmar Brecher an den Reeds, Valentin Czihak am Bass, Phillipp Kopmajer am Schlagzeug oder Stefan Heckel am Piano - jeder von ihnen beherrscht sein Instrument blind und verleiht dadurch den Stücken diese unverwechselbare eigene Note. Man merkt jede Sekunde, dass sie ungemein viel Spass an der Arbeit hatten. 

Alles in allem kann man bei „Dedication to a city“ von einem Debüt sprechen, dass den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. 

Michael Ternai


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Tennengauer Nachrichten, 31.05.2007

Klangmalerei unter Könnern - So klingt sie, die junge Garde österreichischer Jazzmusiker, die im Freysitz in Hallein gastierte: spielfreudig und nicht zuletzt weltgewandt.

Hallein (adi). Die Salzburger Jazz-Sängerin Angela Tröndle entlockte ihrer Kehle immer wieder überraschende Töne und große Intervalle, die sie mit großer Sicherheit intonierte. Die 24-jährige Sängerin und Komponistin zeigte mit ihrer Formation „Mosaik“ aber nicht nur ihre Stimmkünste, sondern trat im Halleiner Freysitz auf Einladung des Kulturforums Hallein auch als sensible Komponistin in Erscheinung, die auf träumerischen Pfaden zwischen New York, wo sie einen Studienaufenthalt absolvierte, und ihrer Heimat (eine Ballade etwa war ihrem Großvater gewidmet) wandelte. Tröndle gehört zu jenen Sängerinnen, die mit klarer Stimme kunstvolle Klangbewegungen vollziehen. 

Für einen mitunter recht kontrapunktischen Groove-Sound sorgte hingegen ihre Band „Mosaik“. Mit dem Ausnahmetalent Philipp Kopmajer am Schlagzeug, der in der Lungau Big Band bereits mehrmals sein Können demonstrierte, mit Jazzschwergewicht Stefan Heckel am Klavier, dem vielbeschäftigten Bassisten Valentin Czihak und nicht zuletzt Siegmar Brecher am Saxofon nahm Tröndle an diesem Abend auch eine Art Standortbestimmung des österreichischen Jazz vor. Fazit: Er braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Gerade im Zusammenspiel zeigten die angesagten Nachwuchsmusiker Substanz ­ immer wieder vervollständigten insbesondere Heckel und Kopmajer die Improvisationen der Solisten mit fein eingestreuten Imitationen und Ergänzungen der Linien.

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März 2007 Jazzzeit No 65 Porträt

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